Die Uni brennt
So ihr Lieben, seit heute nachmittag habe ich mich mit einem wunderbaren "Eselsohr" rechts oben mit den protestierenden Studenten solidarisch gezeigt.
Dazu eine Erklärung:
Ich unterstütze viele der Forderungen so wie sie gestellt werden NICHT. Ich denke, in Zeiten in denen leider überall gespart werden muss (Gesundheitsbereich, Pensionen, Familienförderung, etc.) darf nicht ein Bereich sagen, er wäre der wichtigste und braucht deswegen mehr Geld. Die Zeiten, als der Staat das Geld wie der Weihnachtsmann verteilen konnte sind (leider oder zum Glück) vorbei.
Und der Slogan "Bildung statt Geld für Banken" hört sich gut und richtig an - ist aber leider reiner Populismus.
Warum unterstütze ich die Prosteste dennoch?
1. Das Bildungssystem kracht in allen Fugen, die Proteste sind nur die Spitze des Eisberges. Es braucht eine UMFASSENDE Reform - kein Reförmchen welches nur Kosmetik betreibt.
Diese Reform muss Europaweit erfolgen - kein Land kann es sich in Zeiten unbeschränkter Mobilität und Flexibilität leisten, sein eigenes Bildungssüppchen zu kochen. Deswegen hoffe ich, dass der Funke überspringt und eine Gesamt-Europäische Bildungsdebatte gestartet wird.
2. Ich bin bekennender Fan der Demokratie. Leider sind in unserer Zeit die Menschen mehr und mehr zu FAUL, ihre Demokratischen RECHTE und PFLICHTEN wahrzunehmen. Die Wahlbeteiligung sinkt, über Politiker zu schimpfen gehört zum "guten Ton", alles ist schlecht, aber mei - man kann eh nix machen und bleibt lieber daheim oder im Wirtshaus bei seinem Bier und "raunzt".
Die Studenten zeigen uns, wie Demokratie funktionieren KANN - und eigentlich auch SOLL.
All jene, die jetzt daheim sitzen und auf die "faulen Studenten" die lieber "studieren statt blockieren" sollten, denen sei gesagt: Diese Studierenden kämpfen auch deinen Kampf - vielleicht nicht für deine Forderungen, aber für DEINE Demokratie. Denn die Politiker müssen merken, dass sie nicht alles tun können was sie wollen - die Macht ist beim VOLK - und da gehört sie auch hin!
3. ... hm, schreib ich später mal, mag schlafen gehen :-D
revolutionäre Grüße
roman
Dazu eine Erklärung:
Ich unterstütze viele der Forderungen so wie sie gestellt werden NICHT. Ich denke, in Zeiten in denen leider überall gespart werden muss (Gesundheitsbereich, Pensionen, Familienförderung, etc.) darf nicht ein Bereich sagen, er wäre der wichtigste und braucht deswegen mehr Geld. Die Zeiten, als der Staat das Geld wie der Weihnachtsmann verteilen konnte sind (leider oder zum Glück) vorbei.
Und der Slogan "Bildung statt Geld für Banken" hört sich gut und richtig an - ist aber leider reiner Populismus.
Warum unterstütze ich die Prosteste dennoch?
1. Das Bildungssystem kracht in allen Fugen, die Proteste sind nur die Spitze des Eisberges. Es braucht eine UMFASSENDE Reform - kein Reförmchen welches nur Kosmetik betreibt.
Diese Reform muss Europaweit erfolgen - kein Land kann es sich in Zeiten unbeschränkter Mobilität und Flexibilität leisten, sein eigenes Bildungssüppchen zu kochen. Deswegen hoffe ich, dass der Funke überspringt und eine Gesamt-Europäische Bildungsdebatte gestartet wird.
2. Ich bin bekennender Fan der Demokratie. Leider sind in unserer Zeit die Menschen mehr und mehr zu FAUL, ihre Demokratischen RECHTE und PFLICHTEN wahrzunehmen. Die Wahlbeteiligung sinkt, über Politiker zu schimpfen gehört zum "guten Ton", alles ist schlecht, aber mei - man kann eh nix machen und bleibt lieber daheim oder im Wirtshaus bei seinem Bier und "raunzt".
Die Studenten zeigen uns, wie Demokratie funktionieren KANN - und eigentlich auch SOLL.
All jene, die jetzt daheim sitzen und auf die "faulen Studenten" die lieber "studieren statt blockieren" sollten, denen sei gesagt: Diese Studierenden kämpfen auch deinen Kampf - vielleicht nicht für deine Forderungen, aber für DEINE Demokratie. Denn die Politiker müssen merken, dass sie nicht alles tun können was sie wollen - die Macht ist beim VOLK - und da gehört sie auch hin!
3. ... hm, schreib ich später mal, mag schlafen gehen :-D
revolutionäre Grüße
roman
Scampi - 31. Okt, 00:11
joseph_egger - 31. Okt, 16:20
achja, zum bildungssüppchen: es gibt durchaus länder, die qualitativ hochwertige bildung anbieten und ihr eingenes "süppchen" kochen, auch außerhalb der EU: Norwegen, Schweiz...da würde ich lieber studieren als hier
Scampi - 31. Okt, 16:26
joseph, in einer zeit unbegrenzter mobilität steht es dir frei, in betreffende länder auszuwandern ... ach so, geht ja kaum weil die EBEN die "ungeliebten ausländer" draussen halten ...
find ich nicht mehr zeitgemäß und sehr problematisch.
Was wäre wenn es eine "EU-Bildungspolitik" gibt, in der jeder Mensch dort studieren kann, wo er will - mit einheitlichen Standards, Gebüren und Qualitätsnormen ...
Wenn ein Franzose dann in Deutschland studiert, zahlt das französische Bildungsministerium, das sich ja für diesen Studenten die Kosten erspart, diese an Deutschland ...
In Zeiten des Internets sollte das wohl relativ "unbürokratisch" möglich sein. Wobei ich mich natürlich hüten sollte im zusammenhang mit IRGENDEINER institution der EU von "unbürokratisch" zu reden. Manch ein EU-Politiker kann vermutlich nicht mal ohne Antrag, Abstimmung, Spesengeldrückerstattung und Provision aufs Klo gehen schei..en
Es MÜSSEN neue Lösungen überlegt werden. Und da hilft es auch nicht immer wieder gebetsmühlenartig zu wiederholen, dass man halt das aus skandinavien nachmachen soll ...
das kann auch nicht der weg sein - alles "prüfen, und das gute behalten" wäre schon eher ein vernünftiger ansatz.
aber anscheinend muss der Druck auf Politik und gesellschaft weiter erhöht werden um eine umfassende Bildungsdiskussion zu starten...
Also, liebe Deutsche, Franzosen, Belgier, Italiener etc. ... sucht euch einen netten Hörsaal und demonstriert mit :-D
find ich nicht mehr zeitgemäß und sehr problematisch.
Was wäre wenn es eine "EU-Bildungspolitik" gibt, in der jeder Mensch dort studieren kann, wo er will - mit einheitlichen Standards, Gebüren und Qualitätsnormen ...
Wenn ein Franzose dann in Deutschland studiert, zahlt das französische Bildungsministerium, das sich ja für diesen Studenten die Kosten erspart, diese an Deutschland ...
In Zeiten des Internets sollte das wohl relativ "unbürokratisch" möglich sein. Wobei ich mich natürlich hüten sollte im zusammenhang mit IRGENDEINER institution der EU von "unbürokratisch" zu reden. Manch ein EU-Politiker kann vermutlich nicht mal ohne Antrag, Abstimmung, Spesengeldrückerstattung und Provision aufs Klo gehen schei..en
Es MÜSSEN neue Lösungen überlegt werden. Und da hilft es auch nicht immer wieder gebetsmühlenartig zu wiederholen, dass man halt das aus skandinavien nachmachen soll ...
das kann auch nicht der weg sein - alles "prüfen, und das gute behalten" wäre schon eher ein vernünftiger ansatz.
aber anscheinend muss der Druck auf Politik und gesellschaft weiter erhöht werden um eine umfassende Bildungsdiskussion zu starten...
Also, liebe Deutsche, Franzosen, Belgier, Italiener etc. ... sucht euch einen netten Hörsaal und demonstriert mit :-D




Zugangsbeschränkungen und Aufnahmeprüfungen sowie Eignungstests sind nicht abzuschaffen, sondern in mehreren Studienrichtungen einzuführen, um gerade denjenigen Leuten einen qualitativ hochwertigen Studienplatz zu gewährleisten, die auch für das jeweilige Studium geeignet sind.
Der erste Effekt wäre, dass sich die Anzahl der Studenten um ein paar Prozent verringern würde und gerade die beliebtesten Studienrichtungen wie Psychologie und Humanmedizin stark entlastet würden.
Ein weiterer positiver Effekt: Österreich bzw. der dumme österreichische Steuerzahler müsste nicht mehr für das Studium ausländischer insb. deutscher Studenten aufkommen. Käme dieses Geld den Unis weiterhin zu Gute, wäre ein erster Schritt getan und die Studenten der Medizin und Psychologie müssten nicht um einen Sitzplatz auf der Treppe kämpfen. Man bedenke: Nicht alle Studiengänge sind überfüllt. Manche könnten einige Studenten mehr vertragen. Die wenigen paar Tausend deutscher Studenten sind fast ausschließlich in den Studienrichtungen zu finden, die auch bei den Österreichern beliebt sind. Diese da in erster Linie Psychologie und Medizin. Denn weder die noch die Stehplätze ganz hinten wären noch notwendig.
Ich möchte hier nicht gegen Ausländer etc. schreiben. Sehr wohl aber bin ich dagegen, dass der österreichische Steuerzahler den späteren Arbeitskräften anderer Länder das Studium finanziert.
Also wie man sieht unterstütze auch ich nicht alle derzeitgigen Forderungen der Studentenbewegungen.