Montag, 5. März 2007

Wenn es mir noch besser gehen würde...

tät es wohl für zwei reichen. So, oder so ähnlich ist in letzer Zeit die Antwort auf die Frage: "Roman, wie geht es dir" ausgefallen! Das ist jetzt nicht nur eine bloße Floskel, nur weil es gut klingt. Es geht mir wirklich gut, ich hatte jetzt zB 6 Wochen Semesterferien (jaja, typisch Student), war in dieser Zeit in Bergneustadt, Deutschland und in Wien, das Musical Rebecca und freue mich nun schon wieder auf das Studium im MCI!

Habe aus den Semesterferien auch ein paar Fotos hochgeladen (oder mache das gleich noch), wieder mal ein paar Bilder zum anschauen.

Natürlich gibt es auch immer wieder Dinge die aufs Gemüt drücken. Ganz besonders natürlich der 4.März, handelt es sich dabei doch schließlich um den Jahrestag des Unfalls. Aber auch in diesen letzen Tagen dachte ich nicht irgendwie wehmütig an die Zeit vor dem Unfall zurück, diese Zeit, so kommt es mir zumindest vor, liegt mindestens eine (wenn nicht mehr) Ewigkeit zurück. Wenn ich an den Tag zurückdenke, trauere ich über Christian, in Anlehnung an den Spruch, der bei meinem Uropa am Grab steht, wäre zu sagen: Die Sonne ging unter, bevor sie ganz am Himmel stand!

Es geht ja bei der Frage nach dem Leid doch immer um das eine Thema: WARUM GERADE ICH?? Oder warum gerade diese Person?
Ich habe mir oft gedacht, eigentlich müsste man die Frage umdrehen. Es wäre für viele leichter, mit Leid umzugehen, wenn man nicht fragt: Warum gerade ich? sondern viel mehr: Warum nicht ich?
Und das heißt dann ja verschiedenes: Warum nicht ich, warum jemand anders. Was habe gerade ich getan, dass ich es mir verdient hätte das mir nichts passiert?
Oder auch: Warum nicht ich, warum passieren mir viele schlimme Dinge NICHT? Es gibt immer Menschen, die es härter trifft, warum nicht mich?

In all dem Leid das uns begegnet findet sich doch immer ein Funke Hoffnung, es findet sich immer auch Grund zum Dank, es gibt immer Positives, auf das man schauen kann!

So, das war´s fürs erste, für heute war das tiefsinnig genug.
Gruß, Roman

Mittwoch, 8. November 2006

What´s up...

I´m lovin´it (mein Leben, meine ich damit)!! Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie gerne ich ICH bin ;-) Letztes Wochenende war ich spontan in Salzburg, einige Freunde besuchen! Es war (wie eigentlich immer in Salzburg) so ein angenehmes Wochenende, habe mich gefreut wie ein kleines Kind, Christin, Ester, Tom, Richi und andere aus der Jugend, wiederzusehen!
Salzburg ist und bleibt meine "zweite Heimat"!

Von wegen Heimat, eine "andere Heimat" ist es, die mir im Moment auch sehr viel Freude bereitet! Ich bin so begeistert von "meiner Gemeinde", der Kirche im Kino! Ich könnte hier seitenweise davon vorschwärmen, und zwar nicht nur die Gemeinschaft nach INNEN, die Bemühungen, dass es uns als Gemeindemitglieder gut geht, sondern vor allem auch (endlich) das neu entwickelte Bewusstsein, dass wir hinaus gehen müssen, um die Menschen zu erreichen! Unsere Freunde, Verwandte, Arbeitskollegen etc. Wir haben doch eine frohe Botschaft, die wir den Leuten sagen können, ja sagen MÜSSEN! Die Ewigkeit hängt davon ab!

Noch kurz ein nicht so angenehmes Thema, Studium. Das positive vornweg, bald habe ich die Prüfungen für das vergangene zweite Semester nachgeholt, da bin ich voll im Zeitplan! Es ist alles soweit gut gegangen (manches besser als erwartet, anderes weniger gut), aber bald ist dieses Thema auch Vergangenheit. Dann beginnen dafür die Prüfungen für das aktuelle 3te Semester, es kommt also sicher keine Langeweile auf.
Aber im Moment habe ich eine "Motivationsmangelphase", die letzten Tage war es sehr schwierig mich überhaupt zu motivieren dass ich aufstehe in der Früh! Hoffe das geht vorbei, macht ja gar keinen Spaß, zu studieren wenn man nicht motiviert ist!

So long ...

Montag, 23. Oktober 2006

Wie im Himmel ...

Wer kennt den schwedischen Film: "Wie im Himmel"?

Eine Aussage aus diesem Film klingt jetzt, auch später, noch nach! Der Komponist, Daniel wird als Kind immer wieder von den Mitschülern geschlagen und gehänselt. Es ist kein Vater da, der ihm beibringen könnte, sich zu wehren, aber genau das bräuchte Daniel!
Seine Mutter reagiert wie SIE es für richtig hält! Sie läuft weg, zusammen mit Daniel, behauptet sogar noch, sein Vater hätte es auch so gemacht!
Im ganzen Film sucht Daniel zu sich selbst, zu seiner Identität, und jetzt intepretiere ich hier etwas hinein: Auch zu seiner Identität als Mann!! Das Drama nimmt hier seinen Anfang, Daniel läuft weg, anstatt dass ihn sein Vater in seiner Stärke als Mann bestätigt hätte! Ein Junge muss sehen, dass er stark ist! Was haben wir aber hier?

Ein Bild für Sabotage! Daniel´s Stärke als Mann wurde hier sabotiert und seit diesem Moment läuft er weg, wovor? Er weiß es selbst nicht. Er wird zu einem beliebten und geachteten Internationalen Star, aber er ist auf der Suche nach sich selbst! Er hat Angst, dass alle entdecken dass er davongelaufen ist. Ich denke, darum kommt er wieder zurück, als er sich aus der Profimusik verabschiedet! Er geht dorthin, von wo er geflohen ist. Das ist der Beginn seiner Heilung! Gegen Ende des Filmes lernt er, sich selbst und andere zu lieben, über die Musik findet er auch seine Stärke! Stärke als Mann heißt nicht unbedingt, Jagen zu gehen, Lederjacken zu tragen und Outdoor-Trips zu lieben! Ich will hier nicht ein "neuen Machotum" propagieren! Männer, die eben diese Dinge überbetonen, fürchten sich auch davor, als Schwindler entlarvt zu werden. Sie spielen sich und anderen etwas vor, so wie der Mann von Gabrielle. Auch er fand seine Identität nicht, ließ dass an seiner Frau aus! Nicht in der Zeit als Profimusiker fand Daniel seine Identität, nein! Erst als er Zeit hat, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und mit seiner Vergangenheit! Er will zuhören, anderen aber vor allem sich selbst!
Damit beginnt seine Heilung! Das Ende ist für mich kein tragisches, sondern ein Happy End! Daniel hat sein Ziel erreicht! Ein Mann braucht ein Ziel, für dass es sich zu kämpfen lohnt! Daniel hatte dieses Ziel in seinem Traum, in seiner Vision und er erreichte es!

Mein Ziel als christlicher Mann liegt bei Jesus! Und auch ich sehe den Tod nicht als tragisches Ende meiner Geschichte! Wenn ich sterbe, ist dass ein Happy End! Mein Ziel liegt bei Jesus, und ich werde es dann vollends erreicht haben! Ich weiß mich heute auf dem Weg zu diesem Ziel, dafür lohnt es sich zu kämpfen!

Donnerstag, 13. Juli 2006

Warum dieser Weblog?

Weblogs sind was Schönes. Seit es diese gibt kann jeder Mensch anonym seine Meinung kundtun.
NUR: Oft liest diese Meinung dann kaum jemand.

Warum lege ich dann diesen Weblog an?
Kurz ein paar Worte zu meiner Situation:

Am 4. März 2006 änderte sich mein Leben in einer Art, wie ich es mir nicht vorstellen hätte können. Ich war mit einem guten Freund auf der deutschen Autobahn Richtung Köln unterwegs, als ein kurzes Stück Glatteis die Fahrt ebenso brutal wie abrupt beendete.
Seit diesem Unfall bin ich ab TH 11 (also dem 11. Brustwirbel) gelähmt und sitze im Rollstuhl.

Soviel zu mir, aber das beantwortet noch nicht unbedingt die Frage, die wir schon im Titel gestellt haben. Warum dieser Weblog?

Hier ein paar (mögliche) Gründe:

- Kontakt halten. Ich habe in der Reha viele nette und interessante Leute kennengelernt. Hier möchte ich den Kontakt nicht verlieren, sondern, wo möglich, verstärken.

- Informationen weitergeben. So viele Leute haben für mich gebetet, an mich gedacht, mich besucht oder einfach immer wieder nachgefragt wie es mir geht (DANKE an alle!!!). Ich gebe hier gerne Auskunft, aber bitte seid mir nicht böse wenn ich, nachdem ich zum 153 mal das gleiche gefragt worden bin, vielleicht etwas gereizt reagiere.

- Informationen zum Thema "Leben im Rollstuhl" weitergeben.
Und zwar einerseits für Leute, die NICHT im Rollstuhl sind aber sich dafür interessieren, andererseits aber auch für Rollifahrer. Ich verbringe viel Zeit damit, für mich persönlich Informationen zu sammeln (sei es aus den Bereichen Lifestyle, Medizin, Reha etc.). Diese werde ich hier dann unter Angabe der Links hineingeben.


So, das sind jetzt mal 3 Gründe, reicht für den Anfang, oder?

In diesem Sinne wünsche ich euch allen noch einen schönen Tag und Gott mit euch
2017-04-12 03:36

Life goes on ...

and on ... and on ...

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